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Über die Kampagne

Retter gesucht

Rund 50.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Sachsen im Bereich des Brandschutzes, Rettungsdienstes oder des Katastrophenschutzes. Doch vielerorts fehlt es an Nachwuchs. Eine Kampagne soll helfen.

Unter dem Motto «Du bist unsere Rettung» wirbt das Sächsische Staatsministerium des Innern für mehr ehrenamtliches Engagement im Blaulicht-Bereich. Die Werbeaktion wurde Ende 2017 vom Ministerium ins Leben gerufen und seither gemeinsam mit dem sächsischen Landesfeuerwehrverband und den privaten Hilfsorganisationen im Freistaat erarbeitet. Im Herbst 2018 hat Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller die Kampagne vorgestellt.

Das Ziel: Menschen motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren – egal, ob bei der Freiwilligen Feuerwehr oder bei den Hilfsorganisationen. Gleichzeitig soll aufgezeigt werden, dass für jeden das Passende dabei ist, egal für welches Alter und unabhängig von den Voraussetzungen, die der einzelne mitbringt. Außerdem sollen auch Arbeitgeber gezielt angesprochen werden, um mögliche Vorurteile und Bedenken zu nehmen, wenn sich Mitarbeiter in diesem Bereich engagieren.

Die Kampagnen-Gesichter

Dass sich Beruf und Ehrenamt nicht ausschließen, bestätigen auch unsere Kampagnen-Motive. Köpfe der Kampagne sind echte Retter, die einem Aufruf des Innenministeriums gefolgt sind, der Kampagne ein Gesicht zu geben.

Adrian Ernst (Arbeiter Samariter Bund)

Adrian Ernst (Arbeiter Samariter Bund)

Adrian Ernst ist seit 2016 Student an der Universität Leipzig. Zu seinem ehrenamtlichen Engagement führte ihn sein eigenes Interesse, beim ASB als Erste-Hilfe-Ausbilder tätig zu werden. Aufgrund einer Vielzahl von Lehrgängen und entsprechenden Qualifikationen, z. B. zum Erste-Hilfe-Ausbilder, zum Multiplikator zur Einsatzkräfteausbildung und zum Gruppenführer Rettungsdienst/Katastrophenschutz, ist Herr Ernst seit Mitte 2017 Ausbildungsleiter beim ASB. Demnächst wird er zusätzlich einen Rettungssanitäterlehrgang absolvieren. Darüber hinaus möchte er durch zusätzliche Fort- und Weiterbildung die Qualifikation zum Zugführer erwerben. Als noch lediger Student ohne Familie kann er sich seine Zeit selbstständig einteilen und hat somit viel Freiraum für seine ehrenamtliche Tätigkeit. Sein Ehrenamt bereitet ihm viel Spaß, da es zum einen eine echte Herausforderung darstellt und er zum anderen  so etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft tun kann.

Frank Michel (Arbeiter Samariter Bund)

Frank Michel (Arbeiter Samariter Bund)

Frank Michel ist Angestellter der Stadt Leipzig und arbeitet als Leitstellendisponent einer Feuerwehr- und Rettungsdienststelle. Zum Ehrenamt beim ASB kam er über seinen Bruder im Anschluss an den Zivildienst. Herr Michel hat eine Berufsausbildung als Rettungsassistent, mehrere Jahre hauptamtlich im Rettungsdienst gearbeitet und bringt so optimale Voraussetzungen für sein Ehrenamt mit. Gern möchte er beim und für den ASB noch einen LKW-Führerschein machen. Seine berufliche Tätigkeit lässt sich bedingt gut mit seinem Ehrenamt verbinden. Sein Arbeitgeber versucht, ihm die Teilnahme an größeren Einsätzen zu ermöglichen. Zudem muss man seiner Ansicht nach eine Familie haben, die sich mit dem ehrenamtlichen Engagement arrangiert. Was ihn bei seinem Ehrenamt leitet, sind die Freude am Helfen, die abwechslungsreiche Tätigkeit und die persönliche Anforderung.

Juliane Eilfeld (Rettungshundestaffel)

Juliane Eilfeld (Rettungshundestaffel)

Juliane Eilfeld arbeitet im Bereich Verkauf, Vertrieb und Montage bei der Wassertechnik Dresden GmbH. Ihr ehrenamtliches Engagement entstand aus der Intention heraus, mit ihrem Hund aktiv zu werden. Ein Zeitungsbericht weckte ihre Neugier dafür, mit ihrem Hund nach vermissten Personen zu suchen. Für ihr Ehrenamt qualifizierte sie sich u. a. durch Unterweisungen und Lehrgänge, z. B. zu Orientierung, Karte & Kompass, Funk und Erster Hilfe. Am meisten profitierte sie aber von den Erfahrungen bei den Einsätzen. Überdies möchte sie sich kontinuierlich weiterentwickeln und eine optimale Hundeausbildung erzielen. Ihr Chef unterstützt sie nach besten Kräften bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Da Frau Eilfeld keine Kinder hat, ist sie sehr flexibel für ihre ehrenamtlichen Einsätze. Für sie besonders motivierend wirkt dabei die Energie ihrer Teamkameraden. Jeder ist ein Teil vom Ganzen, leistet Unterstützung und kann damit einem Menschen das Leben retten.

Jörg Schäfer (Rettungshundestaffel)

Jörg Schäfer (Rettungshundestaffel)

Beruflich ist Jörg Schäfer als Beleuchter in der Semperoper Dresden tätig. Zum Ehrenamt brachten ihn Hundefreunde, zu denen auch die damalige 1. Vorsitzende der Rettungshundestaffel gehörte. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit qualifizierte sich Herr Schäfer durch verschiedene Weiterbildungen zunächst zum Suchgruppenhelfer. Nach einer bestandenen Rettungshundeprüfung mit seinem Hund Caspar fungiert er mittlerweile als Hundeführer. Durch die häufige Schichtarbeit in seinem Beruf ist die Trainingszeit begrenzt, aber sein Dienstplanmeister kommt ihm in der Regel dabei entgegen. Allerdings kann er nur selten an Einsätzen teilnehmen, da ihn sein Arbeitgeber aufgrund fehlender rechtlicher Grundlagen dafür nicht freistellt. Zudem ist er als Familienvater mit einem einjährigen Sohn auch privat stark eingebunden, wenn seine Familie auch sein ehrenamtliches Engagement zu 100 % unterstützt. Sein Wunschziel, selbst Ausbilder in der Rettungshundestaffel zu werden, lässt sich gegenwärtig zeitlich nicht realisieren. Was Herr Schäfer besonders für sein Ehrenamt motiviert, ist in einer Gruppe etwas bewegen zu können, viel über Hunde und auch Menschen zu erfahren sowie Teams ausbilden und besser machen zu können. 

Nolte Bauer (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V.)

Nolte Bauer (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V.)

Als Azubi im 2. Lehrjahr macht Nolte Bauer zurzeit eine Ausbildung zum Notfallsanitäter bei der Berufsfeuerwehr Dresden. Den Grundstein für sein ehrenamtliches Engagement legt er bereits im Kindesalter, als er beim DLRG den Schwimmsport für sich entdeckte. Später ließ er sich beim DLRG zum Rettungsschwimmer ausbilden. Im Laufe der Zeit qualifizierte sich Herr Bauer weiter – u. a. durch eine Sanitätshelferausbildung und eine Sanitäterausbildung. Heute fungiert er zudem als Ausbildungsassistent für Rettungsschwimmen, Bootsführer für Binnen- und Seegewässer sowie Wachführer. Die Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt ist für ihn nicht ganz einfach. In seiner Freizeit hat er prinzipiell die Möglichkeit dazu, da er noch ledig ist. Allerdings wird seine Verfügbarkeit für das ehrenamtliche Engagement beruflich durch wechselnde Schichten, Wochenend- und Feiertagsarbeit eingeschränkt. Für Katastropheneinsätze gibt es derzeit überhaupt keine Freistellung. In seinem Ehrenamt verfolgt Herr Bauer das Ziel, immer die Freude an der Sache mit einem Gewinn für die Gesellschaft zu verbinden. Denn er möchte für andere Menschen da sein, wenn die es gerade am nötigsten haben. Darüber hinaus begeistern ihn besonders der gute Zusammenhalt im Team und der Abwechslungsreichtum der ehrenamtlichen Tätigkeit – von der Schwimmausbildung über den Wasserrettungsdienst bis hin zu rettungssportlichen Wettkämpfen. 

Andrea Lehmann (Deutsches Rotes Kreuz)

Andrea Lehmann (Deutsches Rotes Kreuz)

Als Kämmerin in der Gemeindeverwaltung Radibor hat die Diplom-Betriebswirtin Andrea Lehmann die Position der Amtsleiterin Finanzen inne. Zu ihrem ehrenamtlichen Engagement führte sie die Suche nach einer neuen persönlichen Herausforderung. Ein Zeitungsartikel über einen neuen Rettungsschwimmerkurs regte sie dazu an, den Kurs mitzumachen und schließlich dabeizubleiben. Inzwischen hat Frau Lehmann einen Rettungsschwimmerkurs in „Silber“ sowie erfolgreiche Ausbildungen zur Rettungsbootführerin (mit Bootsschein) , zur Sanitätshelferin und zur Wasserretterin absolviert. Als eine von nur vier Sachsen wird sie demnächst sogar noch an einer Ausbildung zur Air Rescue Specialist (ARS) teilnehmen können, um z. B. in Not geratene Menschen Hochwassergebieten aus der Luft retten zu können. Darüber hinaus interessiert sie sich für eine spätere Ausbildung zur Rettungstaucherin. Beruf und Ehrenamt lassen sich für sie sehr gut miteinander vereinen, zumal sie dabei Unterstützung von ihrem Arbeitgeber erhält. Auch von ihrer Familie wird die dreifache Mutter in ihrem ehrenamtlichen Engagement bestärkt und entsprechend zu Hause entlastet. Für ihr Ehrenamt begeistern sie vor allem die lebendige Gemeinschaft im Team, der Gewinn an persönlicher Fitness und weil es einfach gut tut, anderen Menschen zu helfen und von diesen entsprechende Wertschätzung zu erhalten.

Thomas Plotzki (Deutsches Rotes Kreuz)

Thomas Plotzki (Deutsches Rotes Kreuz)

Thomas Plotzki ist ausgebildeter Physiotherapeut und in einer Praxis für Physio- und Ergotherapie in Leipzig tätig. Sein ehrenamtliches Engagement begann er bereits als Jugendlicher durch seinen Eintritt ins Jugendrotkreuz (DRK der DDR) 1969. Da sein Vater als Krankenpfleger und sein Onkel bei der Schnellen Medizinischen Hilfe arbeitete, war er quasi familiär vorbelastet. Bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hilft Herrn Plotzki nicht nur seine Berufsausbildung zum staatlich geprüften Masseur und medizinischen Bademeister. Zudem erweiterte er seine Kenntnisse und Fertigkeit u. a. noch durch eine Ausbildung zum Ersthelfer, zum Sanitäter und einen mehrmonatigen Kurs zur Krisenintervention bei Großschadenfällen. Für die Zukunft wünscht er sich zum einen, dass eine ehrenamtliche Tätigkeit noch mehr gewürdigt wird, z. B. durch zusätzliche Rentenpunkt bei langjährigem Engagement. Zum anderen sähe er es gern, wenn es auch für Behinderte mehr Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement gäbe. Sein seinem eigenen Engagement unterstützt in sein Arbeitgeber nach vorheriger Absprache. Und da er keine Familie hat, bleibt ihm auch viel Zeit, sich einzubringen. Das macht er auch, um die Barrieren zwischen Menschen mit und ohne Behinderung abzubauen und etwas für die Gemeinschaft zu leisten. 

Clemens Thomas Rudolph (Freiwillige Feuerwehr)

Clemens Thomas Rudolph (Freiwillige Feuerwehr)

Als gelernter Landschaftsbauer arbeitet Clemens Thomas Rudolph bei der Städtischen Dienstleistungs GmbH Zittau. Auslöser für sein ehrenamtliches Engagement waren das Hochwasser 2010 in Zittau sowie sein Interesse an neuen Aufgaben und der Technik. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit ließ sich Herr Rudolph in Kursen u. a. zum Motorkettensägenführer, Truppführer, Maschinisten und Gruppenführer bei der Feuerwehr ausbilden. Seine selbst gesteckten Ziele im Ehrenamt hat er für sich erreicht, freut sich aber darauf zu sehen, was die Zeit an weiteren Möglichkeiten noch bringen kann. Sein Arbeitgeber steht voll hinter seinem ehrenamtlichen Engagement und seine Partnerin ist im Kriseninterventionsteam des DRK tätig. Da auch seine Kinder Interesse daran zeigen, erhält er auch privat optimale Unterstützung. Motivation fürs Ehrenamt ist ihm immer wieder aufs Neue, Menschen helfen zu können. Hinzu kommt der Spaß an der Aus- und Fortbildung.

Michael Frenzel (Freiwillige Feuerwehr)

Michael Frenzel (Freiwillige Feuerwehr)

Michael Frenzel ist Angestellter der Stadtverwaltung Flöha und kümmert sich als Hausmeister im Förderschulzentrum Flöha um alle anfallenden Arbeiten. Seine Neigung zum ehrenamtlichen Engagement liegt quasi in der Familie. Da fünf Familienmitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr tätig sind, war ihm der Wille, etwas Gutes zu tun, praktisch schon in die Wiege gelegt. Bereits mit 15 Jahren trat Herr Frenzel 1995 in die Jugendfeuerwehr Flöha ein und absolvierte später eine Ausbildung zum Feuerwehrmann. Ab 1999 spezialisierte er sich auf die Jugendarbeit in der Feuerwehr und hat es u. a. über Lehrgänge zum „Jugendfeuerwehrwart“ und „Gruppenführer“ zum Leiter der Jugendfeuerwehr gebracht. Gleichzeitig leitet er die von ihm selbst ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft Bambinifeuerwehr. Als sein wichtigstes Ziel sieht er deshalb auch die Nachwuchsgewinnung. Von der Stadtverwaltung erhält er viel Unterstützung für sein Ehrenamt, ebenso von seiner Familie. Als dreifacher Vater muss er allerdings gut planen und organisieren, um Familie, Jugend- und Bambinifeuerwehr unter einen Hut bringen zu können. In seinem Ehrenamt treibt ihn vor allem an, anderen Menschen helfen zu können, aber auch die tolle Arbeit mit den jüngsten Feuerwehrleuten.

Katharina Felgner (Freiwillige Feuerwehr)

Katharina Felgner (Freiwillige Feuerwehr)

Als Uhrmacherin arbeitet Katharina Felgner bei Nomos Glashütte. Als Enkelin eines Feuerwehrmannes begeisterte sie sich schon als Kind für die Feuerwehr, trat in die Jugendfeuerwehr ein und ist bis heute dabeigeblieben. Da sie gern Verantwortung übernimmt, hat sie für ihre ehrenamtliche Tätigkeit alle Führungslehrgänge bis zum Verbandsführer sowie den Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ durchlaufen. Heute ist sie stellvertretende Wehrleiterin und verfügt überdies aus diversen Zusatzlehrgängen über Qualifizierungen z. B. zur Atemschutzgeräteträgerin und Motorkettensägenführerin. In den nächsten Jahren möchte sich Frau Felgner in ihrem Ehrenamt noch mit dem Thema Stabsarbeit befassen und vielleicht irgendwann einmal die Wehrleitung ihrer Feuerwehr übernehmen. Ihr Arbeitgeber zeigt großes Verständnis für ihr ehrenamtliches Engagement und unterstützt sie, z. B. indem er ihr problemlos die Teilnahme an Einsätzen und Lehrgängen ermöglicht. Privat hält ihr Ehemann ihr weitgehend den Rücken frei, so dass sie auch als Mutter genügend Zeit fürs Ehrenamt findet. Ihre hohe Motivation schöpft sie vor allem daraus, selbstlos für andere da zu sein, ihnen zu helfen und nach einem erfolgreichen Einsatz mit einem guten Gefühl nach Hause zu fahren.

Kathleen Dathe (Johanniter-Unfall-Hilfe)

Kathleen Dathe (Johanniter-Unfall-Hilfe)

Kathleen Dathe arbeitet bei der Firma Omega Sorg Waldheim als Qualitätsprüferin im Wareneingang. Zu ihrem Ehrenamt brachte sie ihr Mann, der bereits aktives Mitglied der JUH war. Er nahm sie mit zu einem JUH-Sommerlager, machte ihr dort im Küchenzelt einen Heiratsantrag und so zum Mitglied der „Johanniterfamilie“. Als gelernte Köchin unterstützt sie seither in ihrem ehrenamtlichen Engagement den Verpflegungstrupp der JUH. Zu ihren Zielen zählt sie vor allem, mehr Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Von ihrem Arbeitgeber erhält sie nicht nur Rückhalt für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Vielmehr leistet er selbst bei Einsätzen durch die Bereitstellung von Waren und Technik Unterstützung. Die besondere Offenheit der JUH gegenüber Familien erleichtert es Frau Dathe zudem, ihre Rolle als Ehefrau und Mutter gut mit dem Ehrenamt zu vereinbaren. Ihre persönliche Motivation fürs Ehrenamt zieht sie aus dem Motto: „Aus Liebe zum Leben”.

Martin Näther (Johanniter-Unfall-Hilfe)

Martin Näther (Johanniter-Unfall-Hilfe)

Der bei der Fahrzeugelektrik Pirna GmbH als Werkzeugmechaniker tätige Martin Näther kam über einen Unfall zu seinem ehrenamtlichen Engagement. Im Gegensatz zu vielen anderen am Unfallort Anwesenden leistete er sofort aktiv Erste Hilfe, wofür er großes Lob von den eintreffenden Rettungskräften erhielt. Das spornte ihn an, sich ehrenamtlich im Bereich Medizin bzw. beim Katastrophenschutz zu engagieren. Dazu ließ er sich zunächst zum Sanitätshelfer für den Katastrophenschutz ausbilden und später zum Gruppenführer. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit wünscht sich Herr Näther eine noch stärkere Unterstützung der Hilfsorganisationen durch den Freistaat, insbesondere hinsichtlich der Ausrüstung. Sein Arbeitgeber unterstützt ihn hervorragend in seinem ehrenamtlichen Engagement – selbst bei ungeplanten Einsätzen gibt es keine Probleme. Seine Familie ist stolz auf sein Ehrenamt und seine Frau selbst beim Katastrophenschutz aktiv. So können sie auch viel ehrenamtliche Zeit miteinander verbringen. Für sein Ehrenamt motiviert ihn in erster Linie seine humanistische Einstellung: Wer Hilfe braucht, dem gibt er sie gern.

Serjosha Miksch (Malteser Hilfsdienst)

Serjosha Miksch (Malteser Hilfsdienst)

Als Maschineneinrichter, Instandhalter sowie Maschinen- und Anlagenbediener arbeitet Serjosha Miksch bei der Firma Optipack GmbH in Leppersdorf. Bereits 2002 hatte er aufgrund seiner Ausbildung als First Responder seine Heimatstadt Dresden während des Hochwassers im medizinischen Bereich unterstützt. 2006 fasste er den Entschluss, ehrenamtlich tätig zu werden, und fand mit dem MHD die passende Organisation dafür. Nach einer Weiterbildung zum Einsatzsanitäter und Ausbildungen zum Gruppenführer sowie zum Zugführer ist Herr Miksch heute bei den Malteser Einsatzdiensten Dresden 2. Zugführer der 24 MTF des 2. Behandlungszuges. Für die Zukunft hat er sich als Ziel gesetzt, weitere Menschen für die ehrenamtliche Tätigkeit zu begeistern und zu gewinnen. Sein Arbeitgeber steht voll hinter seinem ehrenamtlichen Engagement, unterstützt ihn und stellt ihn für Einsätze frei. Rückhalt für sein Ehrenamt findet er auch in der Familie. So ist seine Tochter bereits seit neun Jahren ebenfalls beim MHD aktiv. Als von Hause aus positiv denkender Mensch ist für Herrn Miksch das Ehrenamt, in dem er anderen helfen kann, im wahrsten Sinne des Wortes Ehrensache und Motivation genug. 

Yvonne Bleise-Posselt (Malteser Hilfsdienst)

Yvonne Bleise-Posselt (Malteser Hilfsdienst)

Als selbständige Friseurmeisterin bei Bleise Meisterfrisuren widmet sich Yvonne Bleise-Posselt insbesondere dem Haar älterer Damen. Den Weg zu ihrem ehrenamtlichen Engagement fand sie über eine Freundin. Frau Bleise-Posselt hatte sie bei einem Einsatz gesehen und fand dies auch für sich selbst interessant. Durch zahlreiche Ausbildungen, Einsätze sowie Übungen am Patienten erwarb sie sich im Laufe der Zeit die hohe Kompetenz, mit der sie sich heute beim MHD auszeichnet. Auch künftig möchte sie noch weiter dazulernen, um für ihr ehrenamtliche Tätigkeit über noch mehr Wissen zu verfügen. Da sie sich ihre Dienste bei Bleise Meisterfrisuren einteilen kann, wie sie möchte, lässt sich ihr Ehrenamt hervorragend mit dem Beruf vereinbaren. Ähnlich gut läuft es auch mit der Familie. Muss sie z. B. zu einem Einsatz für den Katastrophenschutz, kümmern sich ihre Eltern oder ihr Mann um die Kinder.  Ihr Ehrenamt bietet ihr einen guten Ausgleich zum Friseurgeschäft. Dabei spornen sie vor allem die abwechslungsreichen Einsätze, das eingeschworene Team und ihr erlerntes Wissen an. 

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