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Einsatzbereiche

Deine Chance, Gutes zu tun.

Allein in Sachsen sind ca. 50.000 Menschen neben ihrem Beruf als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz aktiv. Damit haben sie eine große Bedeutung für das soziale Leben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Denn ihr Einsatz und ihre Hilfe kommen in den meisten Fällen fremden Menschen zugute. In welchen Bereichen du aktiv werden kannst, erfährst du hier.

Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr sind vielfältig. Das Spektrum lässt sich mit

Retten – Löschen – Bergen – Schützen

auf einen Nenner bringen. Die Tätigkeitsbereiche in der die Frauen und Männer der Feuerwehren dabei zum Einsatz kommen, sind:

  • Abwehrender Brandschutz (Löschen)
  • Technische Hilfeleistung (z. B. bei Verkehrsunfällen)
  • Katastrophenschutzhilfe (z. B. bei Hochwasser oder Sturm)
  • Vorbeugender Brandschutz (z. B. Brandschutzerziehung)

Das Löschen, also der abwehrende Brandschutz, ist die ureigene Aufgabe der Feuerwehren. Dazu haben sich bereits vor mehr als 100 Jahren die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden zusammengeschlossen, um sich gemeinsam der Feuersbrunst entgegen zu stellen.

Heutzutage sind die Einsätze zur Brandbekämpfung glücklicherweise nicht mehr so zahlreich. Ein weitaus größerer und vielfältigerer Einsatzbereich stellt die Technische Hilfeleistung dar. Bei allem was nicht Feuerlöschen ist - angefangen von der Ölspur, zum Verkehrsunfall, Bäume über der Straße bis zum Einsturz von Gebäuden - rückt die Feuerwehr aus. Selbst wenn gefährliche Stoffe und Güter austreten und eine Gefahr für die Umwelt darstellen, handelt das Team der Feuerwehrfrauen und –männer.

Leider steigt die Zahl der Unwetter in Deutschland stark an. Das letzte Jahrhunderthochwasser ist nicht lange her. In Zusammenarbeit mit dem Bund und dem Freistaat Sachsen sind die Freiwilligen Feuerwehren ein wichtiger Baustein zum Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe. So können die Angehörigen einzelner Freiwilligen Feuerwehren auch in den im Freistaat Sachsen aufgestellten Katastrophenschutzeinheiten Brandschutz, CBRN-Gefahrenabwehr, in den Führungsgruppen Brandschutz oder im Funktrupp mitwirken. Die Einheiten haben insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Katastrophenschutzeinheiten Brandschutz: Förderung und Ableiten von Löschwasser von bzw. zur Einsatzstelle, Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden, Unterstützung der Bildung und des Betriebs von Behandlungsplätzen.
  2. CBRN-Gefahrenabwehr: Bekämpfung und Erkundung von chemischen (C), biologischen (B), radiologischen (R) und nuklearen (N) Gefahren (CBRN-Gefahren).
  3. Führungsgruppe Brandschutz: Führung von Verbänden von mehreren Katastrophenschutzeinheiten sowie Verbänden von mehreren Teileinheiten und Einzelkomponenten von Katastrophenschutzeinheiten.
  4. Funktrupp: Einrichtung und Betreibung der Informations- und Kommunikationsbeziehungen.

Damit jede und jeder weiß, wie sich bei Bränden zu verhalten ist und was getan werden kann, um Gefahren zu vermeiden, sind auch die Freiwilligen Feuerwehren im vorbeugenden Brandschutz aktiv. Sie unterstützen Schulen in der Brandschutzerziehung, helfen bei der Bevölkerungsaufklärung und durch die Jugendfeuerwehren können schon die Kleinsten zum Retter werden.

Mitmachen können alle die körperlich fit sind. Mit dem Erreichen des 16. Lebensjahres kann es in den Einsatzabteilungen der Feuerwehren losgehen. Aber auch schon früher lädt die Feuerwehr zum Mitmachen ein. Die Jugendfeuerwehren nehmen Mädchen und Jungen ab dem vollendeten 10. Lebensjahr auf und in manchen Gemeinden gibt es Kinderfeuerwehren, bei denen die Mitgliedschaft noch früher möglich ist.

Da man natürlich nicht von Anfang an alles wissen kann, wird in einem Grundlehrgang Wissen über all das vermittelt, was eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann mindestens wissen muss. Über die Zeit kann man sich durch weitere Lehrgänge, je nach Interesse und persönlichen Voraussetzungen, zur Spezialistin / zum Spezialisten in verschiedenen Fachbereichen ausbilden lassen.

Zur Hilfeleistung bei Katastrophen sind im Freistaat Sachsen die Katastrophenschutzeinheiten Sanitätswesen und Betreuung aufgestellt. Die Ehrenamtlichen in diesem Bereich betreuen und versorgen Verletzte, Erkrankte, Betroffene sowie Einsatzkräfte und wirken bei Evakuierungen mit. Sie haben insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Mitwirkung bei der Bildung und dem Betrieb von Behandlungs-, Betreuungs- und Dekontaminationsplätzen,
  2. Zuführung von Nachschub an Gerät sowie von Reserven an Kräften und Mitteln,
  3. Verpflegung und Betreuung von Hilfebedürftigen und Einsatzkräften sowie deren Versorgung mit Gütern des dringendsten persönlichen Bedarfs,
  4. Unterstützung des Rettungsdienstes beim Betrieb von Patientenablagen,
  5. Mitwirkung bei der psychischen ersten Hilfe,
  6. Transport von Einsatzkräften,
  7. Mitwirkung bei der Suche von vermissten Personen,
  8. Mitwirkung bei der Erfassung von Personen zum Zwecke der Vermisstensuche und der Familienzusammenführung,
  9. Mitwirkung in Schnell-Einsatz-Gruppen bei Unglücksfällen, öffentlichen Notständen und Großschadensereignissen mit einer großen Anzahl von Verletzten oder Erkrankten.

Medizinische Task Force (MTF)
Die MTF betreut und versorgt Verletzte, Erkrankte, Betroffene sowie Einsatzkräfte auch bei ABC-/CBRN-Lagen. Sie stellt die Behandlung Dekontaminierter sicher und nimmt Aufgaben des Transports wahr.

Die Mitglieder der Wasserrettung leisten Hilfe in jeglichen Gefahrenlagen im, auf und unter Wasser sowie bei Eisgefahren. Sie nehmen insbesondere folgende Aufgaben wahr:

  1. Rettung und Bergung von Menschen und Tieren,
  2. Versorgung von durch Hochwasser eingeschlossenen Menschen und Tieren mit lebensnotwendigen Gütern und Leistungen,
  3. Mitwirkung beim Sichern und Evakuieren von Menschen und Tieren,
  4. Mitwirkung beim Bekämpfen von Hochwasser, Eisgefahren, Brandgefahren und Umweltgefahren.

Die Ehrenamtlichen in der Wasserrettung können auch im Katastrophenschutz mitwirken, beispielsweise als Stromretter bei Hochwasserlagen.

Die Angehörigen der Bergwacht suchen, retten und transportieren hilfebedürftige Menschen. Sie nehmen diese Aufgaben im schwer zugänglichen sowie im unwegsamen Gelände, unter anderem in Felswänden, auf Gipfeln und anderen hohen felsigen Landschaftsformationen (Felsrettung) und in unterirdischen Hohlräumen im Gebirge (Höhlenrettung) auch unter schwierigen Witterungsbedingen und bei winterlichen Verhältnissen (Winterrettung), wahr und wirken bei der Luftrettung durch Dritte mit.

Die Ehrenamtlichen der Bergwacht können auch im Katastrophenschutz mitwirken.

Die Rettungshundestaffel ortet vermisste Personen in unübersichtlichem Gelände, in Trümmern und trümmerähnlichem Gelände mit Rettungshunden (biologische Ortung). Sie führt Maßnahmen der Erstversorgung für Verletzte und Erkrankte durch.

Die Ehrenamtlichen in der Rettungshundestaffel können auch im Katastrophenschutz im In- und Ausland mitwirken.

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